Auf der Suche nach dem Süßwasserkrokodil und dem Bungarus fasciatus


Nachdem wir im Frühjahr 2005 ein so tolle Reise ins Anapurnagebiet erlebt hatten, kehrte Irina und ich im Dezember 2005 ein weiteres man zurück nach Nepal. Diesmal einen ganzen Monat über Weihnachten. Wir waren aber hauptsächlich wegen eines Volunteer-einsatzes in der Shanti Station nach Nepal gekommen. Hier wollten wir richtig anpacken. Vier Tage der Zeit sind wir dann nach Südnepal mit dem Bus gefahren. In den Chitawan Nationalpark"dem Dschungel".

In diesem Bericht möchte ich vor allen dingen auf die Tierwelt Nepals eingehen. Lassen sie sich Begeistern von wilden Tieren und Gefährlichen Flüssen. Viel Spaß!

Nach der siebenstündigen Busfahrt haben uns wirklich alle Knochen und vor allem, der Hintern wehgetan. Trotzdem kann man jedem Empfehlen eine solche Über Land fahrt zu machen. Die Leute im Bus kennenlernen, das echte Essen während den Pausen und die tiefen Schluchten.

Nachdem wir in Sauhara angekommen waren, holte uns "Sunhil" ein Freund von Ram ab. Er hatte einen Uralten Jeep dabei mit dem er uns etwas außerhalb des Dorfes in ein Bungalow brachte. Wir waren die einzigen Touristen im Dorf und hatten sogar unseren eigenen Koch. Und das alles hatten wir Ram zu verdanken. Denn der kennt hier viele Leute, die bereit waren uns freundlich zu empfangen.

Hier sieht man unser Bungalow direkt neben einem großen Rapsfeld in dem Nachts die Nashörner grasten. Hochsitze überall in den Feldern, ermöglichen eine Flucht vor den gefährlichen Tieren, die vor keinem Halt machen. Es sei denn man hat ein Auto dabei.



In diesem wunderschönen Bungalow haben wir die vier Tage über gewohnt.
Wir waren die einzigen Touris in dem Dorf und hatten einen eigenen Koch. Nach dem Abendessen, kam Sunhil, um uns zu einem Spaziergang abholen. Er zeigt und erklärte uns ganz genau die Lebensweisen der Einheimsichen Menschen hier. Wir gingen durch die kleinen Dörfer bis zum Trisuli River, an dem wir einen wirklich nostalgischen Sonnenuntergang  bei einem Glas Cola genossen.

Wenn das nicht die Erfüllung war, weiß ich es nicht. Am Abend sind wir schließlich total übermüdet ins Bett gefallen.
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Am nächsten morgen stand ich etwas früher auf um die Gegend um das Bungalow näher zu untersuchen. Und siehe da: Eine Vielfalt von Insekten, Spinnen, Amphibien und Vögeln. Hier die Bilder zu meiner kleinen Excursion.

Ein Taggecko und eine kleine Kröte,

Hier noch eine große Zebra-Radnetzspinne und eine Gottesanbeterin.

Nach meiner Excursion gab es für uns ein super Frühstück in unserem eigenen Dining Room. Der Koch der jeden Tag aus dem Dorf kam, hatte uns wirklich super verpflegt.

Dann stand auch pünktlich um acht Uhr Sunhil in der Tür um uns zu unserem ersten Abenteuer abzuholen. Eine Fahrt mit einem echten Einbaum. Dazu mussten wir jedoch noch drei Kilometer zu Fuß in den Dschungel gehen. Denn der Seitenarm des Trisuli, über den wir fahren würden, lag mitten in ihm. Auf dem Weg haben wir dann ein paar Elefanten getroffen. Die Indischen Elefanten sind die Giaganten unter den tiern. Sanftmütige Riesen.


Diese drei Pfaue saßen schlafend auf den Pfosten als wir vorbei kamen. Hier an der Bootsstation forderte uns der Mann der nur mit einem Lendenshorts bekleidet war auf in den Baum zu steigen. Sunhil stieg aus Platzgründen in ein anderes Boot ein. Nun ging es los.
Würde ich hier mein Krokodil oder gar die Gelbschwarze Streifennatter finden? Wir werden sehen!
Mein drittes Ziel war, einen Kingfisher zu sehen und zu fotografieren. Und mir ist es gelungen. Der Blaubrauen Vogel tauchte auf und landete unweit von uns. Bitte anklicken!


Ist das nicht ein wundervoller Vogel?!

Das war schon ein sehr großes Highlight. Doch das was nun kam, war noch besser. Unser Bootsmann mimte uns, das wir still sein sollten und uns nicht viel bewegen.
Dann diese Bilder!

Gleich zwei große Süßwasserkrokodile lagen vor uns in der Wiese und auf einem Baum. Wir mussten ganz still halten. Dem Bootsmann zur liebe. Am liebsten wäre ich reingesprungen und hätte es gefangen, um Fotos zu machen.

Nach der tollen Bootsfahrt stiegen wir an einem Bewachsenen Ufer aus, um zu Fuß durch den Dschungel zu gehen. Sunhil machte uns mit der Sicherheit vertraut. Er erklärte uns wie wir uns verhalten sollen, wenn ein Tiger oder ein Nashorn kommt. Sehr beruhigend.
Unser Ziel sollte die Vier Kilometer entfernte Elefantenfarm sein. Hier werden Elefenaten gezüchtet um sie dann zum Teil wieder auszuwildern in dem großen Dschungel.

Bilder von der Farm



Die Jungen Elefanten waren sehr zutraulich und liefen frei herum. Sie kamen zu einem und steckten ihren Rüssel in unsere Taschen. Das hat wirklich Spaß gemacht hier. Hier trafen wir auch die ersten und wahrscheinlich einzigen anderern Touris. Eine Gruppe aus GB. Sehr nette Leute.
Zurück mussten wir ja wieder den Fluss queren. Die Fähre, auf dem nächsten Bild, musste lustigerweise erstmal entwässert werden: lol:

In dem kleinen Dörfchen, ist das Leben noch so wie früher. Die Menschen die hier leben habe mit der Regierung ein abkommen. Um das Reservat sauber zu halten, müssen die Menschen ihren Müll selber mit hilfe von Feuern die morgens gemacht werden dürfen, entsorgt. Im Gegenzug gibt es den Strom umsonst für dieses Dorf. Gute Idee!
Gearbeitet wird hier sehr viel. Die Menschen versorgen sich hier komplett selber. Landwirtschaft, Tierhaltung.
Nach diesem tollen Abenteuer, verzogen wir uns erstmal in unserem Bungalow, um die Füße eine Stunde hochzulegen. Dieser Tag war so gut wie zu Ende. Am nächsten Tag stand die Jeepsafari auf dem Programm. Das wahrscheinliche Highlight der Tour.
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Sunhil kam schon um halb acht um uns abzuholen. Wir liefen erst zu Fuß bis zum Fluss um mit Einbäumen einzeln überzusetzen. Und siehe, die Engländer waren auch da und kamen mit uns. Kein Problem.
Der Dschungel beginnt hinter dem Fluss. Ab hier dürfen sich Touris nur mit Guides oder in Jeeps fortbewegen. Wegen den Tigern. wir kamen hinten auf die Bracke des Jeeps und es konnte losgehen. Nach einer Viertel Stunde fahrt über den Hügeligen Weg, latschte der Fahrer voll auf die Bremse. Ein riesen Nashorn vor uns auf dem Weg und starrte uns an. Was ein Erlebniss.


Wir haben fantastische Dinge gesehen. Paviane, Affen, Marabus, Störche, Krokodile wild und auf einer Farm. Ein fantastischer Ausflug. Ohne viele Worte die Impressionen.


Eine fantastische Vielfalt von Tieren. Das ist echt meine Welt. Ich hätte hier Tagelang suchen und forschen können. Leider habe ich erst eine kleine Schlange gefunden.
Die Safari dauerte den ganzen Tag. Wir besuchten noch eine Krokodilfarm und ein Gatter in dem der Menchenfresser von Sauraha gefangen war. Nachdem der Tiger mehrere Menschen getötet hatte, entschloss man sich ihn einzufangen und in einen Zoo zu bringen.

Der Tiger war sehr sauer. Sobald man sich näherte sprang er mit lautem Gebrüll ans Gatter.
Die Leistenkrokodilfarm, war nicht sehr sehenswert. Dichte Gitter versperren die Sicht.
Auf der Rückfahrt wurde es schon dunkel. Wir waren weit in den Dschungel vorgedrungen.
Und dann war es soweit. Ich brüllte dem Fahrer er solle anhalten. Ich hatte richtig gesehen.


Ein Bungarus fasciatus oder auch Kraits genannt, lag am Wegesrand. Endlich hatten wir sie gefunden. Wir hatten schon fast aufgegeben. Die Schlange ist giftig. Es wirkt auf das Zentrale Nervensystem. Todesfälle sind bekannt. Deswegen muss man vorsichtig sein. Die Männer hatten Angst und blieben im Wagen. Die restlichen Touris staunten über das schöne Tier. Hier die Bilder.

Ich untersuchte und vermaß die Schlange genau. Sie war110 Zentimeter lang und hatte einen Durchmesser von 5 cm. Ein wunderbares erlebniss für mich. Nun hatte ich alles gesehen, was ich sehen wollte. Und noch besser, ich habe alles auf Fotos festgehalten. Der letzte Tag im Dschungel sollte uns noch einen Elefantenritt durcg dichten Dschungel bescheren. Aber vorerst Essen und Duschen. Einige Besucher hatten unsere Seife im Bad aufgegessen. Es tummelten sich tausende Ameisen im Badezimmer. Bis wir die mal loswaren.

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Um Halb sechs kam uns Sunhil mit einem riesigen Elefanten abholen. Echt verrückt. Wir mussten einen Hochsitz besteigen um auf ihm Platz zu nehmen. Der Ritt konnte beginnen. Wir wollten unbedingt einem Nashorn in dir Augen sehen. Denn einem Elefanten gegenüber, verhalten sie sich sehr ruhig.
Wir sahen auch ein Rudel von Hirschen und auf einmal unmittelbar neben uns ein liegendes Nashorn. Unser Puls beschleunigte sehr schnell.

Man muss wegen der Dunkelheit die Bilder vergrößern und genau hinsehen.

Und so gingen ein paar wunderbare Tage im Dschungel vorbei und ich möchte mich unbedingt bei Ram, der uns das ermöglichte, bedanken.


Danke Sunhil, das du uns diese schönen Tage beschert hast. Du bist ein super Guide!