Mount Everest 2002
Diese Tour war der zweite Urlaub in Nepal im Jahre 2002. Und wirklich eine sehr schöne Tour bis zu den Seen von Gokio und dem Kloster Thengboche.
Die Strecke ist 80 Kilometer lang und zum Teil sehr anstrengend. Die höchste Höhe ist 5200 Meter.
Dieses Abenteuer kann man als klassisches Nepaltrekking ansehen.
Wir waren mit vier Leuten in Nepal. Wolfgang, Stefan, Verena und ich.
Der Flug nach Nepal, war sehr anstrengend in diesem jahr. Wir hatten eine saftige Verspätung in Dubai.
Ram konnte uns nicht selber am Flughafen in Kathmandu abholen. Er war während einem Auslandssemester einen Monat in Bangladesh. Er hat uns aber versprochen uns zu folgen um schließlich uns einzuholen. Wir sind immerhin seine besten Freunde, die er unbedingt wiedersehen wollte.
Uns kam Rams Cousin abholen. Ein sehr netter Kerl. Er hatte noch einen Kumpel dabei. Am Flughafen
war das übliche Chaos. Hunderte Nepalesen wollten uns mitnehmen. Sie zerrten regelrecht an unseren Sachen. Kein Wunder, bei den wenigen Touristen.
Nach einem Abendessen und einer ruhigen Nacht, machten wir uns einen Tag später um halb sechs Morgens zum Flughafen auf. Rams Cousin kam uns abholen am Hotel.
Am Flughafen für Kleinflugzeuge war die Hölle los. Etliche Menschen wollten in die Berge fliegen. Einheimische, die nach Einkäufen einfach nur nach Hause wollten. Nur die wenigsten können sich solch einen Flug leisten.

Die kleinen Twin Otter Maschinen waren nicht sehr vertrauenserweckend. Das Flugzeug wurde gerade betankt.
Der Flug ist wahrscheinlich das krasseste Abenteuer, was man sich vorstellen kann. Nicht zu vergleichen mit sonstigen Flügen. Dicht über Bergrücken, an steilen Wänden vorbei, durch tiefe Luftlöcher, fliegt man durch dir Täler. Alles rappelt und einige waren am Kotzen.

Die Landung fühlte sich an, als breche das ganze Flugzeug zusammen. Alles wackelte wie verrückt. Die Reduzierung der Geschwindigkeit, war enorm. Wir mussten innerhalb 300 Meter zum stehen kommen.
Bei unserer ersten Reise hierher war die Bahn noch nicht Betoniert und wir flogen zuerst mit dem Flugzeug auf die Schotterpiste nach Pablu um von da aus mit dem Hubschrauber nach Lukla zu fliegen. Hier zwei Bilder


Aber mittlerweile ist die Landebahn in Lukla fertig gestellt und man muss sich nicht solchen unnötigen Gefahren aussetzen. lol.
In Lukla gelandet, mussten wir alles sehr schnell den Flieger verlassen, weil die Maschine direkt wieder abfliegen musste, weil das nächste schon im Landeanflug war. Und da ist kein Platz für viele Flugzeuge. LUKLA

Hier erwarteten uns auch die Sherpas die mit uns gingen. Gankpo und Shiva hießen die Jungs. Hier tranken wir erst mal einen Tee in einer Lodge. Denn wir wollten heute noch weiter nach Pakhding.
Dann, nachdem alles gepackt war ging es los. Der Weg war sehr schön zu laufen. Es ging bergab bis ins Tal zum Dudh Kosi River. Was soviel heißt wie "Der Milchige Fluss". Wir passierten die Orte Chaurikharka und Choplung. Nach etwa vier Stunden waren wir in Pakhding angelangt. Wir nisteten uns in der Khumbu Lodge ein. Es waren sehr nette Gastgeber. Wir hatten angenehme Zimmer, nur das Klo stank widerlich.

Der Abend war nett. Ich übte mit Rajan(Rams Cousin) Nepalesich zu sprechen. Im Gegenzug lehrte ich ein wenig Deutsch. Wir spielten Abends noch gemeinsam Karten und aßen unser erstes Dhal Bhat in den Bergen. Gute Nacht.
_____________________________________________________________________________
Der Morgen war kalt und da waschen am Eiskalten Wasser viel allen sichtlich schwer. Stefan und Verena waren am frieren.
Zum Frühstück gab es Tibetean Bread in Fett gebacken. Sehr lecker. Denn heute wollten wir nach Namche Bazar aufsteigen. Das wahrscheinlich schwierigste Teilstück stand uns bevor. Denn Namche lag gut 700 Höhenmeter Höher. Auf 3440 Meter. Das erste Teilstück nach Monjo ist überhaupt kein Problem. Doch dann muss man 500 Höhenmeter auf extrem kurzer Distanz bewältigen. Garnicht so einfach auf dieser Höhe.
Hier in Monjo, ist der Eingang in den Mount Everest Nationalpark.
Hier bezahlt man umgerechnet 10 Dollar um weiterzugehen.
Hier sieht man ein Bild von der Grenzstation und der umliegenden Region


Hinter der Grenze haben wir auf einer netten Terrasse Mittagspause gemacht. Es gab eine Gemüsepizza, die nicht wirklich diesen Namen verdient hatte. Hier haben wir auch einige interessante Vögel und Schmetterlinge beobachtet. Wolfgang war ganz in seinem Element.
Nach dem Mittagessen ging es weiter und eine Stunde später standen wir vor einer gewaltigen Schlucht. Man konnte im rechten Tal schon die 60 meter hohe Hillary Bridge sehen. Aber vorher mussten mir noch über die Longbridge


Hier noch Bilder von einer Rinderherde und dem Thamserku.


Und dann standen wir auf einmal vor der Hillary Bridge. Super gigantisch!


Die Hillary Bridge ist der Geologische Eingang zur Mount Everest Gebiet und ernannt nach ihrem Erbauer, dem neuseeländischen Bergsteiger, "Sir Edmund Hillary" der als zweiter Mann den Gipfel der Mutter Gottheit bezwang.
Hier folgte nun der sehr schwierige Anstieg. Wenn man hier nicht langsam aufsteigt, bekommt man Probleme mit der Höhe. Und das ist meist vorprogrammiert. Auch mir sollte meine Euphorie zum Verhängnis werden. Ich wollte unbedingt hier schnell hoch gehen. Ich ließ die anderen weit hinter mir und rannte bis nach Namche. Völlig erschöpft und mit den ersten Kopfschmerzen, empfing mich Shiva am Ortseingang um michzur Lodge zu begleiten. In der Lodge ging es mir dann sehr schlecht. Die anderen kamen eine Halbe Stunde später an. Aber ihnen ging es auch nicht besser. Wir sollten erst eine Nacht darüber schlafen. Hier in Namche gibt es den wöchentlichen Markt oder auch Bazar genannt. Wir blieben zwei Tage hier um uns zu Aklimatisieren. Allen ging es gut, nur ich war irgendwie am Ende.
Kopfschmerzen und "flotter Otto".
Hier Bilder von Namche!


Am zeiten Tag in Namche nach einer ziemlich beschissenen Nacht, unternahmen wir alle zusammen einen kleinen Aklimatisationshike in die Umliegenden Berge. Aber weit hab ich es nicht geschafft.
Nachmittags waren wir wieder in der Lodge und mir ging es ein wenig besser. Während Stefan und Verena in der Lodge bleiben wollten, machten Wolfgang und ich uns auf den Weg um durch den Ort zu streifen. Und das Glück lag uns zu füßen. Wir fanden die Deutsche Bäckerei von Hermann Helmers mitten im Himalaya. Hier gönnten wir uns ein Schokobrötchen. Außerdem gibt es hier jede menge Stände, an denen man Souveniers kaufen kann. Die nächste Nacht war nicht besser. Ich dachte ich sterbe. lol
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Es ging früh los morgens. Und es hatte geschneit. Wir mussten heut nach Khumjung gehen. Hier würden wir eine Nacht bleiben. Weil in Khumjung gibt es eine Krankenstation, zu der ich unbedingt wollte. Der Aufstieg von Namche war noch einmal sehr steil. Es war eine herrliche Winterlandschaft. Hab leider nur Dias von dieser gegend.
Nach drei Stunden, kommt man an das Mount Everest View Hotel. Eine große Lodge, von der man einen super Blick auf den Höchsten Gipfel unserer Erde hat. Es sei denn, das Wetter spielt nicht mit.
Da ich von dieser Gegend nur Dias habe, zeige ich von Khumjung, Bilder von der ersten Reise hierhin.
Das ist Khumjung!


Hier in Khumjung gibt es auch etwas besonderes in diesem Kloster zu besichtigen. Abgeblich ein Skalp eines Yeti´s. Für uns sah es eher aus wie ein Kopf eines Yak´s. grins.
Am Abend saßen wir in der Lodge und schlürften alle eine Suppe. Ich bin danach direkt auf Toilette. War ja klar. Als wir da so saßen, ging auf einmal die Türe auf und Ram kam herein. Er hatte es geschafft uns einzuholen. Nach einer freudigen Begrüßung, gab es natürlich viel zu erzählen. Ram meinte auch zu mir, das wir am nächsten Tag direkt die Krankenstation aufsuchen würden. Das taten wir dann auch. Der Australische Arzt verschrieb mir eine Medizin und meinte es würde bestimmt besser werden. Ich hatte keine Höhenkrankheit, nur lediglich eine Magen Darm Verstimmung aufgrund des unhygienischen Essens. Nach dem Besuch, wanderten wir noch zum zweiten Kloster in Khumjung. Danach ging es weiter in Richtung "Dole". Unserer nächsten Station. Der Aufstieg war eine Abkürzung die normalerweise nur Sherpas nehmen. Sehr sehr steil. Aber beim laufen merkte ich das es mir bereits besser ging.
Am Abend waren wir dann in Dole. Ein wunderbarer Ort vor einem wunderbaren Gipfel.

Hier hatten wir eine angenehme Lodge und einen lustigen Abend. Nur das Klo war sehr kalt und windig. Dole ist schon 4000 Meter hoch und es war Minus 14 Grad hier. Das Feuer in der Lodge heizte uns aber ein.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Nächster Tag: Ziel Machermo. Hier ein Blick auf ein Dia vom zugeschneiten Weg. Es waren 400 Höhenmeter zu bewältigen.

Von hier aus hatten wir auch einen super Blick auf den 8000er Cho oyu

In Machermo auf 4400 m angekommen, rutschten wir im Schnee hinunter in den Ort, der in einem Kessel lag. Wir waren irgendwie müde.
Am nächsten Tag sollte es nach Gokio gehe. Mir war schon klar das ich hier unten warten würde. Denn gut ging es mir immer noch nicht.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Und so war es auch. Ram zog mit Wolfgang alleine los, während wir in Nhaala warteten und froren. Solch eine Kälte. Wir vertrieben uns den Tag in der ungemütlich Lodge, mit Holz suchen. Da wir weit über der Baumgrenze waren, fanden wir nur Yak Mist und dürre Sträucher. Das bisschen, verheizten wir auch direkt. Uns war sehr kalt diesen Tag. Als am Abend Ram mit Wolfgang wieder kam, wurde uns klar, das es besser war hier zu warten. Er war wirklich am Boden. Sie hatten es wegen einem Sturm nicht zum Gipfel geschafft. Außerdem hatten sie nicht genug Getränke dabei.
Er fiel erschöpft in die Holzbetten. Wir schliefen tief diese Nacht. Ein unschöner, kalter Tag im Himalaya.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Heute ging es nach Phortse. Der Himmel war sehr bedeckt heute und wir mussten mit Schnee rechnen. Der Weg war einfach. Hier ein Blick auf Phortse aus einer anderen Perspektive.

Und so war es auch. Eine Dicke Wolke sank zu Boden und bescherte uns sehr viel Schnee. Wir liefen bei Sicht Null bis nach Phortse. Wir stürmten in die Lodge unddort saßen noch mehr Schnee flüchtlinge.
Der Abend war sehr nett. Und mir ging es wieder gut. Zum ersten mal seit 5 Tagen keinen Schiss.
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Unser Ziel Thengboche war zum Greifen nahe. Obwohl wir hier schon waren, ließen wir es uns nicht nehmen, nochmal Thengboche zu besuche. Diesen wunderbaren Ort. Manche sagen, "Der schönste Platz der Erde".
Aber zuerst musste man ins Tal absteigen und dann wieder hinauf, auf den Hügel von Thengboche. Es liegt 3867 meter hoch.
Hier Bilder von diesem Teilstück
