Es folgt ein Reisebericht von Florian Stoffels und Wolfgang Völkel

Die Anapurnarunde

Das Land Nepal: Königreich auf dem Dach der Welt.
Selbstfindung oder einfach nur Abenteuerlust?
Ein Bilder Vortrag über das Geheimnisvolle Land am Rande des Himalayas. Begleiten sie uns auf der spektakulären Umrundung des Gesamten Annapurnamassivs. Diese Vierhundert Kilometer Lange Wanderung, führten uns durch alle Klimazonen und die Ältesten Dörfer des Landes. Fern ab von, Elektrizität und Autolärm erlebten wir die wahrscheinlich schönste Reise unseres Lebens.
Die Reise beginnt in Kathmandu mit einem alten Bus in Richtung
Annapurnamassiv, zu dem auf 800 Meter hoch gelegenem Ort
Besishahar. Von dort beginnt die Gewaltige Umrundung des Gesamten
Annapurna Distriktes in Richtung Beni.
Geplagt von Mückenstichen in der Ersten Klimazone, durchwandert man so langsam eine Klimazone nach der anderen. Von dem Dschungelort Bahundanda, durch die Wüste nach Manang ins Hochgebirge über den 5416 Meter hohen Thorung La Pass in Richtung Jomosom, Marpha, bis hin zu den heißen Quellen von Tatopani. Bekommen sie auch einen Einblick in das Leben der Sherpa und Arbeiterfamilien.
Mit dabei waren außerdem Björn und Hannah, zwei Freunde


Am 16.03.2005 begann die Spannende Reise nach Nepal. Es war schon das dritte mal für Wolfgang und mich. Für Björn und Hannah, das erste mal.
Wir hatten hart für diese Tour trainiert. Wandern, Joggen, Ski laufen.

Es ging früh morgens los. Wir wurden zum Bahnhof ins 15 km entfernte Neuwied gebracht, von wo aus die Reise begann.

Der lange Flug der uns bevorstand, brachte uns zuerst nach Abu Dhabi, dann nach Bharain und dann erst nach Kathmandu. Die Flüge dauern insgesamt 18 Stunden.
Nach Frankfurt Abflug waren wir froh etliche Stunden später in Abu Dhabi angekommen zu sein. Dieser Flughafen ist schon was besonderes. Millionen Mosaiksteinchen halten ihn zusammen. lol

Hier in Abu Dhabi haben iwr auch eine Nacht umsonst in einem schönen Hotel übernachtet. Wir kamen mitten in der Nacht dort an und bekamen ein Hotel, Taxi und warmes Essen. Super Service. Am nächsten morgen wurden wir abgeholt und zum Flughafen gefahren. Einen Flughafen und einige Flugstunden später, hieß es Landeanflug auf Kathmandu. Eine besondere Herausforderung für die Speziell ausgebildetet Piloten.

Der Blick aus dem Flugzeugfenster verriet was uns erwartete.


Der Anflug ist sehr wackelig und wird ohne Autopilot geflogen. Aus dem Fenster sieht man schon die ersten Terrassenfelder und Hütten. Das Flugzeug fliegt nun durch das enge Tal, unter den Bergen. Ein Erlebniss.
Im Flughafen von Kathmandu geht alles sehr ruhig zu. Auf der Rollbahn konnte man noch sehen, wie ein Soldat einer Affenbande hinterher rannte.
Wir mussten nun unser Visum beantragen. Sehr mühsam das Englisch Sprachige Formular auszufüllen. Aber irgendwie klappt es immer. Am Schalter sitzen drei Nepalesen. Dadurch geht es aber auch nicht viel schneller. Ein ganzes Flugzeug voll Touristen tummelt sich vor den Schaltern.

Endlich die Hürde genommen, konnten wir unser Gepäck holen und außerhalb des Hafens, Ram suchen der uns schon erwartete.

Mit einer Herzlichen Begrüßung und etlichen Blumenkränzen konnten wir die Reise beginnne. Erst einmal die spannende Taxifahrt durch die Stadt nach Thamel ins Touristenviertel. Absolute Reizüberflutung für jemanden der das erste mal hier ist. Björn und Hannah konnte man das auch ansehen. Hier sind zu sehen. Von rechts nach links, Wolfgang, Hannah, Björn und meine wenigkeit.



Nun konnte es also losgehen. Nach einer heiteren Begrüßung, Abendesses, treffen unserer beiden Sherpas Gopal und Hari, waren wir bereit zum Abenteuer unseres Lebens. Am nächsten morgen sollte es früh los gehen. Gegen sieben Uhr würde der Bus los fahren. Mit dem Taxi wurden wir vom Hotel in Thamel abgeholt. Ram und die Jungs haben uns dann zum Busbahnhof gefahren. HIer haben wir dann geholfen die Busse zu beladen.


Während der Pause konnte man sich kurz die Beine vertreten und eine Kleinigkeit essen.
Es gab leckeres Dhal Bhat mit den Fingern versteht sich.

In Besishaar, der Ort an dem die Anapurnarunde beginnt, angekommen, waren wir heilfroh. Unsere Gesäße haben uns nämlich ganz schön weh getan. Härmoridenunfreundliche Bussitze.
Wir haben uns in dem kleinen Ort auch direkt fertig zum Abmarschieren gemacht. Wir wollten nun nicht länger warten. Nach ein paar kleineren Problemen beim Packen der Sachen, marschierten wir vier los ins Abenteuer. Der Weg war breit und viele Menschen kamen uns entgegen. Auch ein vollbesetzter Bus kam uns hinterher. Wir hätten nie gedacht das hier ein Bus fahren würde. Dafür war der Weg vieleicht doch zu schmal. Aber mit Vollgas kam er durch die Pfützen den Berg hinauf nach Bhulbhule. Bhulbhule war unser erstes Ziel für die Tour. Wir mussten noch etwa zwei Stunden bis dorthin gehen. Der Bus war schneller aber gefährlicher.

Es war ein winziger Ort der fast nur aus unserer Lodge bestand. Urgemütlich und wir waren ganz alleine hier. Zu Essen gab es Kartoffeln fritiert und Reis. Zeit Gute Nacht zu sagen.
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Am nächsten Morgen ging es früh weiter. Wir wollten doch heute nach Bahundanda wandern. Ein leichtes Teilstück von 10 Kilometern und 470 Höhenmetern. Der Weg war schön zu marschieren. Die Wildniss war sehr Grün. Wir kamen durch verschiedene Ort wei Ngadi, wo wir lecker zu Mittag gegessen hatten. Hinter Ngadi kam ein wunderschöner Wasserfall.


Der Weg ist auch hier weiter sehr gut zu begehen. Wir befinden uns hier in der ersten Klimazone, dem Dschungel.
Hier lernten wir auch Gil kennen. Einen Israelischen Studenten der mit einer Gruppe unterwegs war, sie aber verloren hatte. Bis Bahundanda gingen wir zusammen. Björn, Gil und Hannah auf dem Bild.
Bahundanda war nur noch wenige Kilometer entfernt. Man konnte es schon sehen. Es ging ein gutes Stück bergauf.
Bahundanda liegt auf einem Bergrücken mittem im Dschungel auf 1398 m Höhe. Ein wunderschönes gemütliches Örtchen. Die Panorama View Lodge lag ganz oben und offenbarte einen einmaligen Blick.

Hier sollten wir die nächste Nacht bleiben. Nach einem leckeren Essen und einem kräftigen Regenschutt, entschlossen wir uns einen kleinen Spaziergang durch den Ort zu machen. Wir gingen durch die engen Wege an Häusern vorbei, bis hin zur Schule. Als wir entdeckt wurden, hatten wir kaum eine Chance zu entkommen,lol. Die Kinder kamen auf uns zu und belagerten uns. Sie waren von meiner Videokamera fasziniert. Hier konnten sie sich selber darin bewundern. Sie hatten wirklich Spaß. Wir gingen noch ein Stück weiter, bis uns ein Junge zu sich rief. Er redete Englisch mit uns. Er lud uns spontan zu sich nach Hause ein. Wir folgten natürlich. Mutter, Schwester und Großmutter kamen nach und nach dazu. Wir bekamen Tee und Popcorn serviert. Daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft, mit der wir heute noch Kontakt pflegen.
Hier einige Bilder.


Hannah durfte sogar einen echten Sari der Schwester anziehen. Das seh wirkllich super aus. Diesen Tag würden wir wahrscheinlich nicht so schnell vergessen. Wunderbare Menschen haben wir kennengelernt. Zurück in der Lodge(Unterkunft) hießen uns Ram, Gopal und Hari willkommen. Sie warteten um mit uns Karten zu spielen. Wir hatten versprochen, das wir ihnen ein Kartenspiel beibringen. Vorher habe ich noch von hier Telefoniert. Spannende Angelegenheit. Mit Autobatterie und etlichem Kabelsalat.
Abends im Dining Room konnte man nach Sonnenuntergang die ersten 5 bis 6000 Berge sehen.

Die Zimmer waren spärlich, mit dünnen Wänden und schnarchenden Bettnachbarn. Gell Wolfgang?
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Am nächsten morgen hieß das nächste Ziel "Tal". Anfangs einfach, später dan Steil und abschüssig. Es waren ungefähr 600 Höhenmeter. Das hört sich nicht viel an, ist aber nicht mit einer einfachen Wanderung in Deutschland zu vergleichen. Außerdem ist ein langsamer Aufstieg extrem wichtig für die Überquerung des Thorung La mit einer Höhe von 5416 Metern. Die Höhenkrankheit möchte keiner gerne bekommen.


Hier sieht man die Hochebene von unserem nächsten Tagesziel "Tal". Vorher muss man ein ziemlich steiles und felsiges Stück überwinden. Der Weg geht hier im Felsen entlang. Senkrecht abfallende Wände bis zum River von 100 Metern sind normal. Schwindelfreiheit erforderlich. Dafür dann dieser Blick auf Tal. Hier im Strand haben wir sogar Abdrücke von dem seltenen Schneeleoparden gefunden. Die Lodge war nett und Hannah hatte einen ungebetenen Gast auf der Toilette. Hier ein Bild.


Was ist denn schon dabei wenn ein Spinne so groß wie die eigene Handfläche einem bein K..... zusieht? Lach.

Gute Nacht.

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An diesem Tag sollte es nicht zu weit gehen, um eine perfekte Aklimatisation zu erreichen. Wir wandern heute nach Bagarchap. Hier war es ganz lustig. Ram und die Jungs hatten Spaß dabei mich mit Anu Gurung (Lodge Besitzerin) zu verkuppeln. Diese nette Dame fragt heute noch nach mir. Oh man.

Eine besondere Ehre war in Bagarchap das wir in der Küche essen durften. Wir hatten uns wohl gut benommen. Unser Sherpa Gopal spielte den Koch für uns. Die Hausherrin schaute nur zu und gab Ratschläge. Eine Szene aus der netten Küche.

Hier gab es ein paar Lektionen in Nepalesich gratis und alle waren froh hier zu sein. Wir hatten wirklich Spaß. Eine Deutsche Gruppe war auch eingetroffen. Sie waren zu spät und haben den heftigen Regenschauer abbekommen.
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Nächstes Ziel war Chame. Es liegt auf 2620 Metern und ist berühmt für seinen kleinen Tempel und die Hängebrücke.


Hier werden wir die nächste Nacht bleiben. Ein netter kleiner Ort in dem es sogar Internet gibt. Sehr teuer und aufwendig. Es darf keine Wolke am Himmel sein.
Hier merkt man auch langsam, das man vom Dschungel ins Mittelgebirge gewechselt hat. Die Baumgrenze ist bereits zu sehen und die Luft wird dünner. Aber dank Ram´s guter Aklimatisationstechnik stellt das momentan kein Problem dar für uns.
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An diesem Tag sollte es über die Baumgrenze hinweg nach Lowar Pisang gehen. Es liegt auf 3190 Metern Höhe und so ziemlich parralel zum 7937 hohen Anapurna II. Um diesen zu sehen muss man allerdings in den Höher gelegenen Ort Upper Pisang wandern. Der weg war ganz schön anstengend. Es ging durch ein enges Tal vorbei an schroffen Felsen, dem Ort Brathang an gigantischen Erdrütschen vorbei. Sehr beeindruckend hier. Es war bewölkt an diesem Morgen und das Tal hing voll Nebel. Durch enge Täler und abenteuerlichen Brücken vorbei am Himmelstor(einem Berg) zum Hotel Adlon. Bitte nicht missverstehen. Einfache kleine Lodge mit diesem Namen.
Hier lernten wir auch zwei gute Freunde kennen. Zwei Engländer. Chris und Marianna. Sehr nett. Wir haben zusammen zu Mittag gegessen. Eine Weitere Deutsche Gruppe kam im Adlon schnaufend an und benahmen sich irgendwie daneben. Irgendwie unsympathisch. Es bestand keinerlei Verhältniss zu den Sherpas und den Guides. Außerdem ließen sie Müll im Wald fallen.
So schlossen wir mit den Engländern eine Freundschaft und waren uns fort an über die Deutsche Gruppe am amüsieren.
Lowar und Upper Pisang waren sehr beeindruckend. Es lag genau am Fuße des Gewaltigen Anapurna II Massivs. Unsere Lodge war ganz nett aber eng. An diesem Tag unternahmen wir noch mit Marianna zusammen einen Aklimatisations Hike nach Upper Pisang. Ein steiler langer Weg bis zu dem kleinen Tempel in Upper Pisang. Der Ort war sehr alt und mittelalterlich. Es erinnerte an eine Ritterfestung. Massive Steinhäuser und kaum Menschen zu sehen.


Chris hatte an diesem Tag mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Erste Vorboten für die gefährliche Höhenkrankheit. Deswegen hat er sich heute ausgeruht. Nachdem wir die fantastische Aussicht von hier genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg nach Lowar Pisang. Wir waren echt sehr geschafft an diesem Abend. Unten die Aussicht von Upper Pisang auf die 7000er.


An diesm Abend war es ganz besonders schön. Wir haben zuerst im Dining Room Karten gespielt und gegessen. Die Deutsche Gruppe saß in der Ecke und wunderte sich, warum ihre Sherpas und Guides mit uns und Chris und Marianna, Karten spielen wollten. Wahrscheinlich hatten sie keine Lust steif in der Ecke zu sitzen. Auf jedenfall ist dieser Abend dann so ziemlich ausgeufert. Mit reichlich Reinwein wurde ein riesen Fest mit Gesang und Tanz eingeläutet. Wir tanzten mit den  Menschen und alle waren fröhlich. Sichtlich angesteckt von der Freude, kamen andere Dorfbewohner in die Lodge und machten mit. "Nächster Morgen Kopfschmerz".
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Heute waren wir soweit um nach Manang zu wandern. Manang ist sozusagen das Kreishauptdorf im Distrikt. Es liegt 3500 Meter hoch und lud uns ein zwei Tage dort zu bleiben, um weitere Höhenanpassungen vorzunehmen und sich zu entspannen. Hier war einiges los und wir hatten eine kofortable Lodge. Hier gibt es sogar ein Fell-Kino. Man sitzt auf Tierfellen und sieht sich einen Spielfilm vom Mount Everest an.
Der Weg nach Manang war nicht sehr schwierig.
Hier sieht man die Klimazonen auf einmal.

Blick von Pisang nach Hongde, welches vor Manang liegt. Manang ist noch nicht zu erkennen. Im Hintergrund 6000er und 7000er Gipfel.
Hier ließ es sich schön laufen. Leicht ansteigend an der Notlandepiste in Hongde vorbei bis zu dem Ältesten Dorf im Distrikt "Braga"


Auf diesen Bildern sieht man den Ort Braga auf 3490 Metern Höhe NN.
Manang war nur noch eine Halbe Stunde entfernt und wir waren mittlerweile weit über der offiziellen Baumgrenze. Hier herrschte ein Wüstenähnliches Klima, welches von Kälte, Trockenheit und Starken Winden geprägt ist.
Nun waren wir in Manang. Hier die Bilder von Manang. Fotografiert wurden sie am zweiten Tag unserer Pause von einem 4000 Meter hohen Gipfel, den wir bestiegen haben. Mit dabei Hari Ram und Gopal. Anklicken zum vergrößern!!!


Das erste Bild, zeigt Björn auf einem Gipfel über Manang, das zweite unsere Crew auf dem 4000er, das dritte den Versuch, super Aufnahmen eines Geiers zu bekommen und das vierte ist dann die super Aufnahme.
Von nun an waren wir sehr gut Aklimatisiert, dank Ram. Keiner von uns hatte ein Problem. Keine Kopfschmerzen und kein flotter Otto.
Am nächsten morgen ging es früh los in Richtung Yak Kharka. Ab hier würde es einsam werden, wussten wir. Fernab von Ärzten und Menschen, durfte uns nichts passieren. Wir rasteten zuerst in dem Ort Gunsang, wo Chris und Marianna schon saßen und Cafe tranken. Hier auf dem Dach einer Lodge hatte man einen Gigantischen Ausblick auf den 7454 Meter Hohen Gangapurna. Foto unten.

Auf dem Dach vor den mächtigen 7000er. Die Nordflanke des Gangapurnas. Wir waren nun am Einstieg in die letzte und lebensfeindlichste Klimazone. Dem Hochgebirge.
Ab hier war jeder Fehler, mit ungeahnten Kosequenzen beheftet. Wir mussten vor allen dingen langsam gehen und viel trinken. Das würde unsere erste Nacht über 4000 Meter werden. Nach zwei Stunden waren wir fertig und in Yak Kharka angekommen. Es war karg und kalt. Während Hannah und Björn samt den Jungs sich ausruhten, unternahmen Wolfgang und ich einen Ausflug auf 4300 Meter. Wir liefen einfach steil den Berg hinauf ohne Weg. Wir landeten auf einer Hocheben bei eine Nomaden, der in einem Zelt wohnte. Hier passte er mit seinem Hund auf die Yaks auf. Hier ein Bild 
von er Hochebene und dem Ort Yak Kharka. Bitte anklicken!

Die Nacht war ganz nett. Bis auf eine Sache. Das Wolfgang und die anderen mich aus dem Bett geworfen haben.Grrrrrrrr.
Vielen Dank, grins!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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Am nächsten morgen gab es Poridge und ein Power Bar. Das war wichtig, denn heute sollte unser erster Hochalpiner Tag werden an dem wir auf 4800 Meter aufsteigen. Erst nach Thorung Pedi danach zum Höhencamp. Ein gutes Stück arbeit wartete auf uns. Zu unserem Pech, fühlte Wolfgang sich nicht so gut. Der Weg war eng und stark abschüssig. Hier die letzten Bilder vor der Passüberquerung.


Oben sieht man in Richtung Thorung Pedi und unten wird Wolfgang gerade von einer Ziege gebissen. Aua aber lustiger Schnappschuss
Auf dem nächsten Bild werde ich euch Chris und Marianna vorstellen. Ein wunderbares Bild von den beiden.


Recht sind wir in Thorung Pedi angekommen und bereit für den Aufstieg ins Höhencamp. Nach einer Suppe versteht sich. Kopfschmerzen breiteten sich aus. Es liegt auf 4400 Metern Höhe.
Nachdem wir gestärkt waren konnten wir den gewaltigen aufstieg in Angriff nehmen. Wir wussten was auf uns zukam. Wir würden wahrscheinlich fertig sein wenn wir am Camp sind. Los gings
Der Anstieg war gigantisch und die Luft wurde uns knapp. Nach etwa 3 Stunden hatten wir den Großteil des Anstieges hinter uns und es begann wild zu schneien. Wir waren körperlich ziemlich geschunden. Seit einer Woche nicht geduscht und richtig gewaschen, Muskelkater, dünne Luft. All das waren Nebenwirkungen. Aber trotz den ganzen Strapazen, war es ein wundervoller Augenblick als wir das Camp sahen. Wir waren erschöpft und es viel uns schwer unsere Sachen im Zimmer zu verstauen. Das Termometer zeigte minus 15 Grad an. Die Lodge war leicht geheizt. Hier saß ein Holländer der auch eben erst ankam. Wir haben gegessen und die allabendliche Zockerei vollzogen. Danach schmiedeten wir zusammen den Plan für die Passbesteigung am nächstenTag. Der Schneesturm zwang uns beinahe in die Knie. Denn dann ist der Pass sehr schwierig. Hier starben schon viele Menschen. Wir mussten um 04:00 Uhr morgens aufstehen und um halb Fünf losmarschieren. Der Plan war gemacht und wir verzogen uns auf die Steinbaracken in denen wir schliefen.

Die Nacht war unerträglich. Ich hatte aufgrund von Sauerstoff Problemen nur die Gelegenheit im Sitzen zu schlafen. Mittlerweile waren es auch minus 22 Grad im Zimmer. Sehr kalt. Es schneite die ganze Nacht und der morgen offenbarte das es schwer werden würde. Pünktlich um Halb Fünf marschierten wir los. Vorher ein Getränk und ein gefrorenes Powerbar gelutscht. Hier die Impressionen von den unglaublich schönen Strapazen.





Die Roten Lienen bedeuten die Markieren des Thorung La Passes. Außerdem ist der Weg über den Pass eingezeichnet. Der kleine Kreis ist Thorung Pedi und in der Mitte des Ovalen Kreises ist der Thorung La Pass mit 5416 Metern eine Gewaltige Höhe für uns Flachländler.
Hier dann auf dem Gipfel! Neue Impressionen



Das war nun unser Ziel gewesen! Den 5416 Meter Hohen Thorung La Pass zu überqueren. Wir waren am Ende unserer Kräfte. Wir liefen bereits 6 Stunden Bergauf im tiefsten Schnee ohne zu sehen wo der Weg her führte. Dank Ram und den Jungs haben wir es trotzdem geschafft. Uns liefen Tränen und wir umarmten uns glücklich. Alle hatten es geschafft. Congratulation for the succses!!!!!!!

Der Abstieg war beinahe noch schlimmer als der Aufstieg. Fast 2000 Höhenmeter steiler Abstieg durch tiefsten Schnee. Lawinengefahr und unberechenbare Felsen machten dieses Vorhaben zu einer Rutschpartie. Unser Heutiges Ziel Mukthinat war zu erkennen in der Ferne.



Selbst der Erfahrene Gobal hat seine Probleme mit den tückischen steilen Schneefeldern. Nicht nur Björn, wie hier zu sehen war sehr müde. Das Bild entstand kurz nach dem Abstieg. 14 Stunden Fußmarsch.

Nach dieser langen Wanderung kamen wir endlich in dem Pilgerort Mukthinat an. Die riesige Tempelanlage, wo Ram sich gerade an den 108 Quellen reinwäscht, ist von einer langen weißen Mauer gesäumt. Mukthinat liegt auf 3760 Metern Höhe. Hier haben wir in der Lodge erst mal die Füße hochgelegt und geschlafen. Keine Karten gespielt!
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Am nächsten Morgen waren wir zwar immer noch gezeichnet von den Spuren des Passes, aber wir wanderten trotzdem weiter. Heut sollte es nach Marpha gehen. Das auf 2600 Metern gelegene Dorf, ist berühmt für seine Äpfel die fort wachsen.

Aber zuerst ging es durch die Wüste, einen ganzen Tag. Durch ein riesiges ausgetrocknetes Flussdelte, wo man immer sehr viele Fossilien (Ammoniten) finden kann. In dem Delte herrschte ein unglaublicher Wüstensturm. Wir mussten uns komplett vermummen und wir hatten probleme gegen den Wind zu gehen. Hier Bilder von der unwirklichen Landschaft.


Die Höhlen an der Grenze zum wilden Mustang. Und rechts mitten im Delta während des Sturms.
Durch den Ort Jomosom nach Marpha waren wir fast am Ende unserer Reise angelangt. In Marpha mussten wir natürlich auch den berühmten Apfelkuchen und Apfelschnapps probieren. Wir wanderten nun noch einige Tage durch das karge Delat, bis wir in Tatopani waren. Hier gönnten wir uns den Luxus auf eine nette Lodge und ein Abschlussbad in den Heißen Quellen. Was eine Wohltat nach solchen Strapazen.





Danke Gobal, für das gute Essen während unserer Tour.
Danke an die gesamte Crew und die Menschen die uns so nett aufgenommen haben.


THE END